12 goldene Schritte zur richtigen Hundeerziehung

Hundeerziehung Hundetraining Online Videokurs

Nach wie vor gilt der Hund als der beste Freund des Menschen. Das ist allerdings nur der Fall, wenn der Hund auch gut erzogen ist. Denn Mensch und Vierbeiner sollten sich in jeder Lebenslage aufeinander verlassen können.

Schließlich ist der Alltag voller kritischer Situationen, die für den Hund böse ausgehen können, wenn er nur seinen Instinkten folgt und nicht auf Kommandos hört – beispielsweise im Straßenverkehr. Eine allgemeingültige Regel zur Hundeerziehung gibt es allerdings nicht, denn bezüglich der Hundeerziehung gibt es verschiedene Ansätze und Methoden.

Ein Unterschied besteht etwa zwischen der Erziehung eines alltagstauglichen Hundes, mit dem Herrchen oder Frauchen ihre Freizeit verbringen wollen, oder der Erziehung für den Hundesport. Und auch die Eigenheiten der verschiedenen Rassen spielen für Erziehungsfragen eine wichtige Rolle. So lässt sich etwa der Jagdtrieb eines Jagdhundes nicht komplett wegerziehen, weil die Veranlagung dazu zu tief in seinen Genen verankert ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Wichtig: Die artgerechte Erziehung
1.1. Das Verhalten der Hunde lernen
1.2. Grenzen und Zuneigung

2. Regeln müssen von Anfang an sein
2.1. Tyrannei oder gute Erziehung?

3. Das Training mit akustischen Signalen
3.1. Vor- und Nachteile des Klickertrainings

4. Warum verhält sich der Hund so?

5. Die Welpenerziehung: Der Schlüssel für ein erfolgreiches Hundetraining
5.1. Diese Aspekte sind beim Welpentraining wichtig
5.2. Warum der Kontakt mit Menschen wichtig ist
5.3. Der Welpe muss die Umgebung erst kennenlernen
5.4. Welpenerziehung: Kommandos müssen mit Handlungen verbunden werden
5.5. So lässt sich das Beißen und Zwicken abtrainieren
5.6. Das Anbellen anderer Hunde
5.7. Bellen, wenn Herrchen nicht da ist

6. Weitere wichtige Tipps zum Welpentraining
6.1. Hundewelpen sind wie Kinder
6.2. Fit für’s Training
6.3. Kommando klappt einfach nicht…

7. So wird Vertrauen aufgebaut
7.1. Der Besuch beim Tierarzt

8. Diese gravierenden Fehler passieren in der Hundeerziehung

9. Online Hundetraining mit Videolektionen


Wichtig: die artgerechte Erziehung

Hundehalter, die ihren Hund ohne Hundeschule auf eigene Faust erziehen möchten, müssen in jedem Fall ein besonderes Augenmerk auf eine artgerechte Erziehung legen. Dabei gibt es jedoch einige gravierende Fehler, die tunlichst vermieden werden sollten:

  1. Der Hund ist keine Maschine, die auf Knopfdruck „funktioniert“, sondern ist und bleibt ein individuelles Lebewesen.
  2. Erziehungsmittel wie Teletakte, die Stromimpulse aufteilen, sollten ebenso tabu sein wie Würgehalsbänder.
  3. Den Hund mit Angst erziehen wollen, etwa durch Anschreien, ist der falsche Erziehungsweg.
  4. Gehorcht der Hund nicht, sollte er keinesfalls geschlagen werden. Der Grund: Damit zerreißt das Band des Vertrauens zwischen Herrchen und Hund.
  5. Keinesfalls darf der Hund verhätschelt werden, schließlich will der Gefährte auch einfach nur Hund sein. Wird der Vierbeiner ständig verhätschelt, kann das im Gegenteil sogar zu Aggressionen führen.

Das Verhalten der Hunde lernen

Für den Menschen mag die artgerechte Erziehung vielleicht hart erscheinen. Doch die wichtigste Aufgabe des Erziehers besteht zunächst einmal darin, Hundeverhalten zu lernen und auch lesen zu können. In erster Linie braucht der Hund nämlich klare Anweisungen und Grenzen, die ihm hauptsächlich durch die Körpersprache vermittelt werden. Denn wenn der Hundehalter – sehr wahrscheinlich geschieht das sogar unbewusst – eine bedrohliche Haltung einnimmt, ist es dem Hund unmöglich, das Verhalten, das von ihm verlangt wird, umzusetzen.

Den Hund ständig und in allen Lebenslagen einzuschränken, ist aber ebenso falsch. Vielmehr muss der Hundehalter im richtigen Moment und auf den Punkt gebracht reagieren.

Grenzen und Zuneigung

Dass dem Hund Grenzen aufgezeigt werden, bedeutet allerdings noch lange nicht, dass er keine Zuneigung bekommen sollte. Immerhin betrachtet er die Familie seines Herrchens oder Frauchens als Heimat und hier muss er sich eben geborgen und wohl fühlen können. Dafür muss der Hund aber wissen, dass der Hundehalter als Rudelführer eventuelle Probleme löst, der Hund selbst ist damit überfordert.

Regeln müssen von Anfang an sein

Auf dem Bild sieht man einen gehorchenden Hund bei seinem Herrchen
„Gefahr: Der Hund wird vielleicht zu sehr verwöhnt und geht irgendwann schließlich davon aus, dass er der Herr im Haus“

Eine wichtige Grundregel ist für die Erziehung aller Hunderassen gleich: Schon ganz am Anfang, in der Kennenlernphase, ist es eminent wichtig, dass der Hundehalter feste Regeln aufstellt. Er muss dem Hund klarmachen, dass er der Rudelführer ist und diese Rollenverteilung nicht verhandelbar ist. Diese Grundregeln prägen nämlich das komplette spätere Zusammenleben zwischen Mensch und Vierbeiner. Werden diese Regeln nicht gleich zu Beginn aufgestellt, besteht eine große Gefahr: Der Hund wird vielleicht zu sehr verwöhnt und geht irgendwann schließlich davon aus, dass er der Herr im Haus ist.
Weil eine klare Rollenverteilung wichtig ist.

Tyrannei oder gute Erziehung?

Wichtig ist vor allem, dass der Hund weiß, dass der Hundehalter bestimmt, wann gegessen, gerannt oder geschnüffelt wird. Unerfahrenen Hundehaltern mag das vielleicht als eine Form von Tyrannei erscheinen. Jedoch handelt es sich hierbei um das natürliche Verhalten im Rudel: Einer gibt vor, was wann gemacht wird, alle anderen haben zu folgen.

Ein guter Rudelführer (der Mensch) muss in erster Linie in der Lage sein, klare Grenzen zu setzen und konsequent darauf achten, dass diese auch eingehalten werden. Dadurch lässt sich Missverständnissen am besten vorbeugen.

Allerdings gibt es verschiedene Ansätze dafür, wie diese Erziehung umgesetzt wird. Eine Methode, die sich auch beim Training von Pferden bewährt hat, ist das sogenannte Klickertraining. Das bedeutet: Sobald der Hund auf eine Anweisung richtig reagiert hat, erhält er eine Belohnung. Wichtig dabei ist, dass der Vierbeiner sofort erkennen kann, wann und ob er etwas gut gemacht hat. Die Belohnung muss also gleich erfolgen und nicht erst einige Minuten später. Der Grund: Der Hund muss eine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen herstellen können.

Das Training mit akustischen Signalen

Hundehalter können einen Clickfrosch oder ein beliebiges anderes akustisches Signal verwenden, durch das sie dem Hund anzeigen, dass er gleich eine Belohnung bekommt. Dafür muss der Halter seinem Hund zunächst beibringen, dass er stets ein Leckerchen bekommt, wenn der Klicklaut zu hören ist. Anschließend belohnt der Halter jede richtige Handlung des Hundes mit einem kleinen Häppchen.

Vor- und Nachteile des Klickertrainings

Dieses Klickertraining hat vor allem einen großen Vorteil: Der Halter kommt in der Erziehung komplett ohne Strafen aus. Durch diese Art des Trainings wird also nicht nur der Hund erzogen, sondern zugleich die angstfreie und positive Beziehung zwischen Mensch und Vierbeiner gestärkt. Allerdings bringt das Klickertraining den Nachteil mit sich, dass der Hund während der kompletten Lernphase ständig eine Belohnung erwartet. Außerdem muss der Hundehalter den Klicker stets bei sich tragen.
Das steckt hinter dem Clickertraining

Hinter dem Klickertraining steckt das Prinzip der Konditionierung, bei welcher der Lernerfolg dadurch erreicht wird, dass Reize wiederholt miteinander gekoppelt werden. Das bedeutet: Der Hund setzt das akustische Signal mit einer Belohnung gleich. Die Konditionierung kann bei der Hundeerziehung aber auch anderweitig umgesetzt werden, etwa wenn dem Hund verschiedene Kommandos wie „Sitz!“ oder „Platz!“ beigebracht werden. Bei der Belohnung muss es sich außerdem nicht zwangsläufig immer um Futter handeln. Sie kann auch durch Zuwendung, Streicheln oder ein Spiel erfolgen.

Warum verhält sich der Hund so?

Der Hundehalter kann seinem vierbeinigen Gefährten aber auch durch negative Reize verständlich machen, was er von ihm will, indem er ihn bestraft. Weil der Hund Schmerzen vermeiden möchte und deshalb folgsam ist, schwören zahlreiche Hundetrainer auf diese Methode. Allerdings ist hierbei Angst mit im Spiel, wodurch die Unbeschwertheit im Umgang zwischen Mensch und Tier verloren geht. Das wiederum kann der Beziehung massiv schaden. Aus diesem Grund ist diese Art der Erziehung unter Hundefreunden äußerst umstritten und wird deshalb auch kaum angewendet.

Größtenteils sind Hundetrainer der Meinung, dass ein Hundetraining sehr viel harmonischer abläuft, wenn der Hund nicht bestraft wird. Ein weiterer Grundsatz besteht darin, dass sich der Hund keinesfalls an das Verhalten des Menschen anpassen sollte. Im Gegenteil sollte der Mensch lernen, das Verhalten seines Hundes zu lesen und richtig zu interpretieren, damit er dem Vierbeiner die richtigen Signale geben kann. Auch das trägt dazu bei, dass Missverständnisse vermieden werden und die Erziehung für beide Seiten stressfrei abläuft.

Die Welpenerziehung: Der Schlüssel für ein erfolgreiches Hundetraining

Besonders wichtig ist die Erziehung des Hundes im Welpenalter. Denn während dieser Phase entscheidet sich, wie sich der Hund in seinem späteren Leben verhält. Der Hundehalter sollte dem Welpen richtiges Verhalten also bereits frühzeitig und zugleich nachhaltig beibringen. Als idealer Zeitpunkt für den Beginn des Welpentrainings gilt der Zeitraum zwischen der zweiten und der 14. Lebenswoche des Hundes. Der Grund: In dieser prägenden Phase des Hundelebens kann der Welpe in vergleichsweise kurzer Zeit sehr viel lernen. Zudem lernt er in dieser Zeit seine unmittelbare Umwelt kennen. Verhaltensweisen, die er in dieser Zeit erlernt und Erfahrungen die er gemacht hat, behält der Hund bis ins hohe Alter bei.

Diese Lebensphase ist für den jungen Hund auch insofern wichtig, weil er sich nun von seiner Mutter abnabelt und dem eigenen Erkundungstrieb folgt, wobei sich auch seine Sinne entwickeln. Je nachdem, wie der Welpe gehalten wird, knüpft er in dieser Lebensphase zugleich auch Kontakte mit anderen Tieren, Menschen oder Hunden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die achte bis zwölfte Lebenswoche, in der die sogenannte Sozialisierungsphase stattfindet. In diesen Wochen lernt der Welpe, was er tun darf und was nicht und gliedert sich in die Gemeinschaft ein.

Hundehalter, die ihren Welpen aus welchen Gründen auch immer in einer sehr frühen Phase, etwa der zweiten Lebenswoche, bekommen, sind für das Tier eine Art Mutterersatz. Sie müssen davon ausgehen, dass der Welpe äußerst verunsichert sein dürfte. In dem Fall ist ein besonderes Maß an Zuneigung bei der Erziehung notwendig.

Zu einem späteren Zeitpunkt, etwa ab der zehnten oder zwölften Woche ist es einfacher, dem Welpen etwas beizubringen. In dieser Lebensphase hat er auch von der Mutter und seinen Geschwistern bereits gelernt, wie er sich anderen Hunden oder dem Menschen gegenüber verhalten sollte.

Diese Aspekte sind beim Welpentraining wichtig

Um den Welpen optimal auszubilden, ist es unerlässlich, einige Punkte bei der Erziehung zu berücksichtigen. Dazu gehört etwa, dass der Welpe stubenrein gemacht werden muss. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Prägung der üblichen Geräusche, die der Welpe im Alltag hören kann. Neben dem Motorengeräusch fahrender Autos gehören dazu auch das Klingeln des Telefons oder der Türglocke, die richtige Reaktion auf eine menschliche Stimme oder Lärm, der von Kindern verursacht wird.

Auf welche Geräusche hin die Prägung erfolgt, hängt allerdings auch wesentlich vom Wohnort des Hundehalters ab. Beispielsweise ist es in der Stadt besonders wichtig, dass der Welpe auf Verkehrsgeräusche geprägt wird. Ansonsten besteht nämlich die Gefahr, dass der Verkehrslärm zum Dauerstress für ihn wird und er beim Gassigehen ständig angespannt ist. Wohnt der Hundehalter hingegen in einer ländlichen Region, sollte der Welpe frühzeitig die typischen Geräusche der Landwirtschaft kennenlernen.


Warum der Kontakt mit Menschen wichtig ist

Zu den wichtigen Punkten des Welpentrainings gehört außerdem, dass der Welpe lernen muss, sich von anderen Menschen anfassen zu lassen. Der Grund: Lernt der Welpe nicht frühzeitig das Gestreichelt- oder Gepflegt-werden, könnte er in einem späteren Alter abwehrend oder sogar aggressiv auf entsprechende Annäherungsversuche reagieren.

Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Hundehalter öfter Besuch bekommt oder Kinder im Haushalt leben. Schließlich sollte er später ein Kind keinesfalls anknurren, anbellen oder vielleicht sogar nach ihm zu schnappen, nur weil das Kind den Hund streicheln möchte. Zu den Dingen, die dem Welpen beigebracht werden müssen, gehört außerdem, dass er sich ein Halsband umlegen und an der Leine führen lässt. Nur dann ist später ein unkompliziertes Gassigehen möglich. Dafür empfiehlt sich ein Besuch in der Hundeschule.

Der Welpe muss die Umgebung erst kennenlernen

Welche Dinge der Welpe sonst noch lernen sollte, hängt in erster Linie von der beabsichtigten Art der Haltung ab und welche Fertigkeiten er im Alltag kennen sollte. Das Mitfahren im Auto kann also später ebenso ins Training einfließen wie ein Bettelverbot am Tisch.

Hundehalter, die einen großen Garten besitzen und mit dem Hund viel Zeit im Freien verbringen wollen, können dem Tier natürlich auch andere Tricks beibringen, etwa Ballwurf oder Stöckchen holen. Welche Spiele der Welpe lernen sollte, hängt von den Vorlieben des Tieres, aber auch von der Hunderasse ab. In jedem Fall muss sich der Hundehalter ausreichend Zeit für die Information zur Welpenerziehung und für die Erziehung selbst nehmen.

 

Welpenerziehung: Kommandos müssen mit Handlungen verbunden werden

Weil der Hund die Worte seines Herrchens oder Frauchens nicht verstehen, sondern ein Kommando nur anhand der Tonalität oder des Klangs erkennen kann, müssen verbale und nonverbale Kommandos während der Erziehung mit konkreten Handlungen verbunden sein. Um das zu erreichen, muss der Hundehalter das natürliche Verhalten des Tieres nutzen und die Erziehung eben darauf aufbauen.

So betrachtet der Welpe ebenso wie ein ausgewachsener Hund das Training lediglich als Spiel, bei dem er seine Triebe auslebt. Der Hundehalter kann diese Tatsache aber nutzen, indem er während des Spiels die Kommandos einführt und des Öfteren wiederholt. Dadurch prägen sie sich im Gehirn des Welpens besser ein und er verbindet das jeweilige Kommando mit dem Spiel.



So lässt sich das Beißen und Zwicken abtrainieren

Wenn der Welpe zwickt oder beißt, ist das vom Tier nicht böse gemeint. Für das Tier handelt es sich dabei nämlich lediglich um ein Spiel, durch das es Aufmerksamkeit bekommen möchte. Das Beißen abzugewöhnen ist relativ schwierig, jedoch gibt es auch hierfür verschiedene Ansätze.

Eine Möglichkeit, dem Welpen das Beißen abzugewöhnen, besteht darin, ihn behutsam beiseite zu schieben oder ihn für einen Augenblick nicht zu beachten. Es gibt durchaus Situationen, in denen der Hund den Spaß an diesem Verhalten verliert, weil er merkt, dass dies vom Hundehalter nicht gewünscht ist. Alternativ kann er auch abgelenkt werden, sodass er ganz von allein loslässt. Allerdings lehnen viele Hundetrainer diese Methode inzwischen wieder ab.

Völlig abzuraten ist von einer harten Erziehungsmethode wie das Zudrücken der Hundenase oder das Sprühen mit einer Wasserflasche. Wer sich über die richtigen Methoden zum Abgewöhnen unerwünschten Verhaltens informieren möchte, kann das am besten in einem Online-Hundetraining oder in einer Hundeschule vor Ort erfahren.

Vielfach hilft es aber bereits, wenn das Beißen umgelenkt wird. Der Hundehalter sollte beispielsweise ein Hundespielzeug bei sich tragen, das der Welpe kennt und mit dem er bereits gespielt hat. Dadurch lässt sich das Interesse denkbar einfach ablenken. Sobald der Welpe also den Hundebesitzer beißt, sollte dieser das Spielzeug herausholen. Weil der Welpe wohl lieber mit dem Spielzeug spielen möchte, lässt er meist los. Dieses Ablenkungsmanöver funktioniert auch mit anderen Gegenständen, die sich kauen lassen wie ein Kauknochen oder eine Socke mit Knoten.

Hilfreich kann es gelegentlich auch sein, wenn der Hund durch einen ungewohnten Ton abgelenkt wird. Beispielsweise kann der Hundehalter quietschende Laute von sich geben oder selbst einmal bellen. Auf diese Art der Ablenkung reagieren aber nicht alle Welpen gleich. Sobald der Welpe losgelassen hat, soll er auf jeden Fall gelobt werden. Der Grund: Das Tier registriert, dass es etwas Positives ist, wenn es vom Beißen ablässt und merkt sich das.
Wie reagiert der Welpe auf fremdes Gebell und wie wird unpassendes Gebell abgewöhnt?

So mancher Hund empfindet das Bellen fremder Hunde als direkte Bedrohung, weshalb er stärker zubeißt. Hundehalter sollten deshalb bereits während der Welpenerziehung testen, wie sich das Tier verhält, wenn es andere Hunde bellen hört. Unter Umständen muss aber auch dem eigenen Welpen das Bellen abgewöhnt werden.

Das Anbellen anderer Hunde

Unter anderem bellt der eigene Hund möglicherweise, wenn er andere Hunde sieht oder hört. Damit das Tier mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen Hunden entwickelt, sollte es schon möglichst früh einen kontrollierten Umgang mit anderen Hunden pflegen. Beispielsweise können die Hundebesitzer mit ihrem Welpen in Hundeparks gehen oder Bekannte besuchen, die ebenfalls einen Welpen besitzen. Denn je mehr Kontakt der Welpe zu gleichaltrigen Hunden hat, umso mehr empfindet er den Umgang als normal. Später dürfte er folglich bei Begegnungen mit anderen Hunden nicht mehr aufgeregt reagieren.

Eine weitere Möglichkeit, dem Welpen das Anbellen anderer Hunde abzugewöhnen, besteht darin, ihn sportlich ordentlich zu beanspruchen. Nimmt der Hundehalter seinen Welpen beispielsweise zum Joggen oder auf Wanderungen mit, ist der Welpe hinterher in der Regel so erschöpft, dass er gar kein Interesse an anderen Hunden mehr hat. Hundehalter, die bemerken, dass ein anderer Hund während des Spaziergangs auf sie zukommt, können den Welpen auch in ein Spiel verwickelt. Dann ist der junge Hund mehr damit beschäftigt als mit seiner direkten Umgebung. Mit beiden Methoden kann einem Welpen übrigens auch abgewöhnt werden, Jogger, Radfahrer oder vorbeifahrende Autos anzubellen.

Bellen, wenn Herrchen nicht da ist

Ein Schäferhund bellt und will sein Herrchen schützen
Bellender Schäferhund will Haus und Herrchen beschützen

Bellt der Welpe hingegen zu Hause zu einer Zeit, in welcher der Hundehalter nicht da ist, hat der junge Hund hingegen schlicht Langeweile – auch weil er es nicht gewohnt ist, allein zu sein. Eine ideale Möglichkeit, ihm in dieser Situation das Bellen abzugewöhnen, besteht darin, ein Spielzeug zu finden, mit dem der Hund gern spielt und mit dem er sich vor allem auch über einen längeren Zeitraum hinweg beschäftigen kann. Hilfreich kann es aber auch sein, den jungen Hund an ein leise laufendes Radio zu gewöhnen. Dies kann beruhigend auf das Tier wirken, weil dadurch die Anwesenheit von Menschen simuliert wird.

Weitere wichtige Tipps zum Welpentraining

  • Routine: Damit sich die Übungen und Kommandos auch wirklich einprägen, ist ein regelmäßiges Training erforderlich, für das sich der Hundehalter ausreichend Zeit nimmt – beispielsweise beim Spazierengehen. Ein kurzes Training ein- oder zweimal pro Woche dagegen bringt nicht den gewünschten Effekt.
  • Timing: Der Hundebesitzer braucht bei der Erziehung seines jungen Hundes vor allem ein Gespür für das richtige Timing. So darf er den Hund erst dann belohnen, wenn eine Handlung abgeschlossen ist – und erst dann das nächste Kommando geben. Alles andere ist verwirrend für den Hund.
  • Praktisch: ein Doggy-Bag für unterwegs: Beim Spaziergang empfiehlt es sich für den Hundehalter, einen sogenannten Doggy-Bag, also eine kleine Hängebauchtasche, zu tragen. Darin lassen sich Spielzeuge und Leckerlis für das Training unterwegs bequem verstauen.
    Vorsicht: nicht zu viel auf einmal verlangen

Hundewelpen sind wie Kinder

Bezüglich der Erziehung lassen sich Welpen am besten mit Kleinkindern vergleichen. So ist die Konzentrationsfähigkeit bei einem jungen Hund ebenfalls noch nicht ausgereift – was aber noch lange nicht heißt, dass der Hundehalter ihm nichts beibringen kann.

Deshalb sollten die ersten Lernphasen nur kurz gestaltet sein. Hier reichen Arbeitseinheiten mit einer Länge von maximal zehn Minuten für einen Hund, der erst wenige Wochen oder Monate alt ist, völlig aus. Dann ist es möglich, auch einem Welpen Dinge beizubringen, die sonst nur erwachsene Hunde lernen. Keinesfalls darf der Welpe überfordert werden. Denn das hat nur zur Folge, dass der junge Hund die Lust am Lernen verliert und die Erziehung insgesamt schwieriger wird und länger dauert. Erfolgt die Hundeerziehung hingegen von Anfang an möglichst natürlich, lässt sich damit Verhaltensproblemen vorbeugen und die spätere Beziehung zwischen Hund und Mensch gestaltet sich harmonisch.

Fit für’s Training

Damit das Training erfolgreich verläuft, muss der Welpe natürlich auch fit sein. Das heißt: Er sollte ausreichend geschlafen haben und nicht direkt vor der Trainingseinheit gefüttert worden sein. Denn der volle Magen macht den Hund lustlos und träge, zudem kann ein satter Hund wesentlich schlechter mit Leckerlis bestochen werden. Auch die Gefahr, dass eine Magendrehung erfolgen könnte, sollte der Hundehalter beim Training direkt nach der Fütterung nicht unterschätzen.

Wenn der Hundehalter das Training mit einer kurzen Spielzeit beginnt, hat er in jedem Fall die volle Aufmerksamkeit des Hundes. Genau darauf bauen anschließend die ersten Lektionen auf, etwa die ersten, einfachen Kommandos. Wie lange das Training dauert, sollte sich vor allem an der Tagesform des Welpen orientieren. Sobald der Welpe also ein Kommando zur Zufriedenheit des Hundehalters beendet hat, sollte dieser eine Spieleinheit anschließen und das Training für diesen Tag beenden.

Kommando klappt einfach nicht…

Falls ein Kommando auch nach mehrmaligen Versuchen nicht so klappt, wie sich der Hundehalter das wünscht, sollte er diese Lektion besser abbrechen und es mit einer versuchen, die der Hund bereits sicher beherrscht. Anschließend wird die Trainingseinheit wieder mit kurzem Spielen beendet. Diese Vorgehensweise bietet den Vorteil, dass der Welpe ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen kann, wodurch wiederum die Lust am Lernen gefördert wird. Hundehalter, die hingegen ein Kommando immer und immer wieder geben, laufen damit rasch Gefahr, den Welpen zu überfordern und setzen die Freude des Hundes am Lernen aufs Spiel.

So wird Vertrauen aufgebaut

Welpen sollten schon in einem möglichst frühen Alter daran gewöhnt werden, von fremden Menschen überall angefasst zu werden. Das macht nicht nur Sinn, wenn Kinder im Haushalt leben, sondern erleichtert darüber hinaus künftige Besuche beim Tierarzt. Auch ungewohnte Umgebungen oder Dinge sollte der Welpe schon frühzeitig kennenlernen. Der Sinn dahinter: Der Hund wird angstfrei und folgt seinem Besitzer freudig überall hin.

Der Besuch beim Tierarzt

Als Vorbereitung auf den ersten Tierarztbesuch sollte der Hundehalter den Welpen täglich streicheln und gelegentlich auch Ohren, Pfoten, Schwanz und Maul untersuchen. Sobald der Besitzer seinen jungen Hund problemlos überall berühren kann, sollte er Bekannte und Freunde bitten, dasselbe zu machen. Es dürfte dann nicht allzu lange dauern, bis sich der Hund von verschiedenen Personen problemlos anfassen lässt. Damit wird der Besuch beim Tierarzt um einiges entspannter.

Auch mit Alltagsgegenständen sollte der Welpe frühestmöglich konfrontiert werden, also verschiedene Gegenstände und Arten von Geräuschen. Dadurch reduziert der Hundehalter die Gefahr erheblich, dass der Hund später scheuen könnte. An neue Umgebungen muss der junge Hund allerdings vorsichtig und langsam herangeführt werden; sobald der Welpe mit der Grundsituation – etwa fahrende Autos – vertraut ist, lässt sich diese Konfrontation steigern. Diese Konfrontation dient dazu, den Hund neugierig, angstfrei und nervenstark zu machen. Natürlich sollte der erwachsene Hund seinem Besitzer auch bedingungslos vertrauen.

Diese gravierenden Fehler passieren in der Hundeerziehung

  • Dauerbeschallung: Sofern ein Hund ein Kommando kennt, reicht ein Ruf aus. Hundehalter, die beispielsweise ständig „Hier!“ rufen, untergraben selbst ihre Autorität.
  • Geste und Wort widersprechen sich: Der Hund deutet die Körpersprache, aber auch das Mienenspiel sowie die Betonung von Worten seines Besitzers und kombiniert daraus, was von ihm erwartet wird. Gesten und Körperhaltung sowie der Klang der Stimme müssen also übereinstimmen.
  • Vergesslichkeit und Nachlässigkeit: Für Hundehalter, die anfangs konsequent sind und nachlässig werden, sobald der Hund ein Kommando kann, wirkt es sich negativ auf den Gehorsam des Hundes aus. Gleiches gilt, wenn jede gute Handlung belohnt wird. Irgendwann macht der Hund dann nämlich nur noch etwas, wenn er auch etwas bekommt.
  • Zu frühe Kommandos: viele Hundehalter machen den Fehler, dass sie Kommandos zu früh geben. Das irritiert den Hund jedoch.
  • Zu spätes Lob: Die Anerkennung für den Hund muss unmittelbar auf die Handlung erfolgen. Wer beispielsweise zu lange braucht, um das Leckerli aus der Tasche zu ziehen und es dem Hund erst gibt, wenn dieser schon winselnd darum bettelt, erreicht eben genau das: Der Hund winselt jedes Mal, wenn er ein Leckerli haben möchte.
  • Die Äußerlichkeiten: Wenn ein Hund zwar auf dem Hundeplatz perfekt „funktioniert“, zu Hause aber nicht, kann das mehrere Gründe haben: Draußen wurde zu wenig geübt, sodass der Hund denkt, er müsse nur in der Hundeschule gehorchen, der Hundehalter ist zu Hause nicht so konsequent wie in der Hundeschule oder der Hundehalter motiviert nur im offiziellen Kurs mit Spielzeug und Leckerlis.

Online Hundetraining mit Videolektionen

Dein Hund hört nur, wenn er die Tüte mit den Leckerlis sieht?…

  • Eure Spaziergänge werden zum Abenteuer, weil er so gern jagen geht, deine Rufe aber völlig ignoriert?
  • Bei Artgenossen schaltet er sofort in den Angriffsmodus um?
  • Sobald du deinen treuen Freund von der Leine lässt, siehst du ihn so schnell nicht wieder?
  • Dein Hund zieht so stark an der Leine, dass du fast hinterher fliegst?

Wenn Ihnen auch nur eine der oben stehenden Fragen ein Schmunzeln entlockt, sollten Sie die Erziehung deines Vierbeiners überdenken.

Dabei sei gesagt, dass es sich weder um ein unnormales Verhalten deines Hundes handelt, noch hast du in der Erziehung versagt. Vielmehr benötigen einige Hunde einfach noch einen kleinen „Schliff“, bis sie zu einem idealen Begleiter werden. 

Haben Sie schon einmal vom Online-Hundetraining gehört? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit!

Nicht jeder Halter hat die Zeit für ein aufwendiges Training und nicht in jeder Stadt findet sich überhaupt eine Hundeschule. Außerdem ist der regelmäßige Besuch oft mit hohen Kosten verbunden, da man direkt mehrere Stunden buchen muss. Dass es eine ganz einfache, aber genauso effektive Alternative gibt, möchten wir mit dem Online-Training gern beweisen!

Sie erhalten Zugang zu zeitgemäßen, stets aktualisierten Methoden & Videolektionen, den Hund zu erziehen.
Ein wichtiger Bestandteil dabei ist die menschliche Körpersprache, auf die jeder Hund reagiert.

Es ist ganz wichtig, dass der Hund nicht mit Gewalt oder unnötigen Maßregelungen erzogen wird, sondern mit ganz einfachen, psychologischen Tricks.

Zum besseren Verständnis findest du aber nicht nur Videos, sondern auch erklärende Texte dazu. Das Hundetraining wird es dir so einfach wie möglich machen, damit du bei regelmäßigem Training schnelle Erfolge an deinem treuen Begleiter feststellen kannst.

Vielen Hundebesitzern ist nämlich gar nicht klar, warum und worauf ein Tier genau reagiert oder welche Fehler der Halter regelmäßig macht – zum Teil auch ganz unbewusst.

Johanna Esser, professionelle Hundetrainerin, hat bereits über 50 Videos zusammengestellt, damit Sie für möglichst jedes Problem eine schnelle und unkomplizierte Lösung finden.

Und so funktioniert es: 
Die verschiedenen Videos sind in Module unterteilt, die nach und nach freigeschaltet werden. So haben Sie genügend Zeit, die einzelnen Lektionen mit Ihrem Liebling zu üben.
Nach nur 12 Wochen sind alle Module freigeschaltet und Sie erhalten unbegrenzten Zugriff auf das Material! Als kleines Dankeschön erhalten Sie bei der Buchung noch 3 spannende Bonuslektionen, die in den Wochen 3,6 und 9 erscheinen. Welche Hundeschule bietet schon so einen Service?

Worauf warten Sie noch? 🙂 Erziehen wir Ihren Hund zum besten Freund!

Hier geht es zum Online Hundetraining:

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